Wirtschaftlicher
Überblick
Das spanische Bruttoinlandsprodukt
stieg 2007 um 3,9% auf etwa 899 Milliarden USD. Damit verfügt Spanien heute
über das siebtgrößte Bruttoinlandsprodukt in der OECD. Die Struktur der
spanischen Wirtschaft ist die eines Industrielandes. Den größten Beitrag zum
BIP leistet der Dienstleistungssektor, gefolgt von der Industrie. Diese
beiden Sektoren bilden 85% des spanischen BIP, wobei der Anteil der
Landwirtschaft infolge des starken Wirtschaftswachstums des Landes stark
zurückgegangen ist und heute weniger als 3% des BIP ausmacht und (siehe
Tabelle 4).
Spanien ist ein äußerst
dynamisches Land und kann auf konstant hohe Wirtschaftswachstumsraten
verweisen, die deutlich über dem Durchschnitt anderer Industrieländer liegen.
Spaniens Wachstum liegt weiterhin deutlich über dem Gesamtwachstum in der EU
(siehe Abbildung 2).
DIE STRUKTUR DES BRUTTOINLANDSPRODUKTES
(In % des Gesamt-BIP,
Tageswerte)
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Sektor
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2003
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2004
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2005
|
2006*
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Landwirtschaft und Fischerei
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4,08
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3,81
|
3,31
|
3,02
|
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Industrie
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22,77
|
22,83
|
17,88
|
17,58
|
|
Baugewerbe
|
8,82
|
8,66
|
11,59
|
12,35
|
|
Dienstleistungen
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64,33
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64,70
|
67,22
|
67,04
|
Quelle: Staatliches Institut für Statistik (INE).
* Drittes
Quartal 2006
Wachstum der OECD-Länder
(in Prozent)
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Wachstum des
BIP
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2004
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2005
|
2006
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EU-Staaten
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Deutschland
|
1,1
|
1,1
|
2,9
|
|
Frankreich
|
2,1
|
1,4
|
2,0
|
|
Italien
|
1,0
|
0,0
|
1,9
|
|
Großbritannien
|
3,2
|
1,8
|
2,7
|
|
Spanien
|
3,1
|
3,4
|
3,9
|
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Andere Länder
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Vereinigte Staaten
|
4,2
|
3,5
|
3,3
|
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Japan
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2,3
|
2,8
|
2,2
|
|
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|
Eurozone gesamt
|
1,8
|
1,4
|
2,8
|
|
OECD gesamt
|
3,3
|
2,7
|
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Quelle: Spanische
Zentralbank
Den Prognosen zufolge
wird die Wachstumsrate in Spanien 2007 bei über 3% liegen: konkret bei 3,4%
sowohl nach OECD-Schätzungen als auch nach den Schätzungen der spanischen
Regierung. Damit liegt Spanien erneut über dem EU-Durchschnitt .
Seit Ende der achtziger
Jahre ist die Inflation in Spanien stetig gesunken. Zwischen 1987 und 1992
lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 5,8%. Die Inflationsrate konnte
1993 zum ersten Mal konstant unter 5% gehalten und in den Folgejahren weiter
gesenkt werden. 2006 lag die Jahresinflationsrate bei 2,4% und war somit die
niedrigste seit 2003.
Seit 1999 unternimmt
Spanien auch ernsthafte Anstrengungen zur Senkung des Haushaltsdefizits,
unter anderem mit Hilfe eines erfolgreichen Programms, im Rahmen dessen
umfassende Privatisierungsmaßnahmen durchgeführt und die öffentlichen
Ausgaben eingedämmt wurden. Die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen haben
erneut die Flexibilität der spanischen Wirtschaft bewiesen und gezeigt, dass
das Haushaltsdefizit wesentlich reduziert werden kann. 2006 wurde sogar ein
Plus von 1,8% des BIP erzielt.
Eine wichtige Maßnahme
war die Senkung der Zinssätze von 10% im Jahr 1993 auf derzeit 3,50%.
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